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iPunkt-Denkpause Basel

«Wenn Gespräche an Grenzen stossen»

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iPunkt-Denkpause

Was können Unternehmen tun, wenn Krankheit oder Unfall die Zusammenarbeit und den Erhalt eines Arbeitsplatzes vor besondere Herausforderungen stellen? An der iPunkt-Denkpause vom 16. September 2026 standen konkrete Erfahrungen, praxiserprobte Unterstützungsangebote und hilfreiche Instrumente für den Führungs- und HR-Alltag im Mittelpunkt.

Unter dem Titel «Wenn Gespräche an Grenzen stossen» brachte die iPunkt-Denkpause im kHaus in Basel Fachpersonen, Arbeitgebende und Menschen mit konkreter Praxiserfahrung zusammen. Im Zentrum stand die Frage, welche Unterstützung Unternehmen nutzen können, wenn bei einer Erkrankung oder nach einem Unfall gute Führung und das direkte Gespräch allein nicht mehr ausreichen.

Früh Unterstützung holen

Zum Einstieg ordnete Katharina Büeler, Geschäftsleiterin der IV-Stelle Basel-Stadt das Thema aus Sicht der Invalidenversicherung ein. Dabei wurde deutlich, dass Unternehmen schwierige Situationen nicht alleine lösen müssen und ein früher Kontakt mit den IV-Stellen Orientierung und zusätzlichen Handlungsspielraum schaffen kann.

Wenn ein Unfall alles verändert

Wie Unterstützung in der Praxis aussehen kann, zeigte anschliessend ein konkretes Fallbeispiel. Stephanie Heeb, Case Managerin bei der Suva; Karin Leuenberger, Case Managerin bei der Genossenschaft Migros Basel und Anthony Rocchini, Betriebselektriker bei der Genossenschaft Migros Basel blickten gemeinsam auf die Folgen eines schweren Unfalls und den mehrjährigen Weg zurück in den Arbeitsalltag. Das Gespräch machte greifbar, welche Rolle ein Case Management bei einer komplexen Wiedereingliederung spielen kann und wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitenden, Arbeitgeber, Versicherungen und weiteren Beteiligten ist.

Konkrete Instrumente für den Arbeitsalltag

Zwei kompakte Praxisimpulse stellten danach konkrete Instrumente für den Arbeitsalltag vor. Madeleine von Arx, Geschäftsführerin von Compasso erläuterte das reWork Profil, mit dem Anforderungen und Rahmenbedingungen eines Arbeitsplatzes konkret beschrieben werden können.

Mike Egloff, Co-CEO von AcciMed zeigte anhand des SIM-Arbeitsfähigkeitszeugnisses, wie Arbeitsfähigkeit differenzierter beurteilt werden kann als mit einem klassischen Arztzeugnis und welcher Mehrwert dadurch für Arbeitgebende, Mitarbeitende und Ärzteschaft entstehen kann.

Arbeitsplätze möglichst erhalten

Zum Abschluss rückte ein zweites Praxisbeispiel die Möglichkeiten der IV-Stellen in den Mittelpunkt. Giuseppe Buccafurni, Teamleiter Team Eingliederung bei der SVA Basel-Landschaft und Carola Schlup, Jobcoach bei return back to work – in time! GmbH zeigten auf, wie Früherfassung, Frühintervention und Arbeitgeberberatung Unternehmen dabei unterstützen können, frühzeitig zu reagieren, Stabilität zu fördern und Arbeitsplätze möglichst zu erhalten.


Durch die Denkpause führte Frank Linhart, Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit und Berufsbildung beim Arbeitgeberverband Region Basel.


Nach den Inputs und Bühnengesprächen blieb beim gemeinsamen Abschluss Zeit für Begegnung, Vernetzung und den weiteren Austausch unter den Teilnehmenden.


Die iPunkt-Denkpause konnte dank der freundlichen Unterstützung der SVA Basel-Landschaft, der IV-Stelle Basel-Stadt, dem Arbeitgeberverband Region Basel, dem Gewerbeverband Basel-Stadt, der Handelskammer beider Basel, der SUVA und der Wirtschaftskammer Baselland realisiert werden.